In welchem Bereich des Themas der frühen Trennung von Kuh und Kalb und der anschließenden Einzelhaltung, finden Sie, besteht Handlungsbedarf bzw. muss sich etwas ändern?
Ein Fokus auf Tierwohl und eine besser Haltung für Kuh und Kalb wäre in der Menge die dafür notwendig ist finanziell sehr schwer bis unmöglich für die Betriebe zu stemmen. Dies wäre nur möglich wenn die Menschen bereit wären erheblich höhere Preise für alle Milchprodukte zu akzeptieren.
Dies in einem breiten Maße gesellschaftlich Akzeptabel zu machen, wäre in der aktuellen angespannten Lage sehr schwer.
Eine Alternative wäre hier als Möglichkeit das allgemein der gesamte Milch Verbrauch verringert wird durch Alternativen und daher auch viel weniger Kühe benötigt werden. Jedoch würde dies auch viele finanzielle Probleme für Betriebe verursachen und diese müssten auf alternative Einkommens Möglichkeiten umsteigen.
Das Kalb sollte nicht gleich von der Mutter getrennt werden. Es wird zwar davon gesprochen, dass die Prägephase zwei drei Tage dauert und es dann stressiger für Kuh und Kalb sein soll, aber eine Zeit sollte man dem Kalb schon mit der Mutter gönnen. Danach sollten die Kälber nicht einzeln sondern in Gruppen gehalten werden. Natürlich ist das zeitaufwendiger. Die Großbetriebe wollen sich sowas wahrscheinlich eher nicht leisten. Aber vom Tierwohl her gesehen, wäre das auf jeden Fall artgerechter.
Über Änderungen sollten die Halter selbst entscheiden - und der Markt, also die Konsumenten. Wenn die Haltungsbedingungen sich verbessern, würden die Kosten steigen, aber wenn der Konsument bereit ist, die Mehrkosten zu tragen...
Die Bauernhöfe sollten die Ställe so umrüsten, dass die Kühe und Kälber gemeinsam sein können. Überhaupt sollten die Tiere frei in Natur und Stall sein können. Diese ganzen Massentierhaltungen sind wirklich grausam.
Die Mutterkuh sollte zumindest die Möglichkeit haben ihr Kalb ab und an zu sehen und zu säugen. Die Dauerhafte Trennung solle so spät wie es geht erfolgen.
Handlungsbedarf besteht meiner Meinung nach schon direkt am Anfang. Erst muss sich das Denken in den Betrieben ändern – sonst würden sie immer wieder versuchen das Tierwohl zu umgehen, nur des Profits wegen.
Vielleicht wäre es auch eine Option hier mit verschiedenen Kategorien zu arbeiten, die dann auch eine kleine Zusatzvergütung bringen. Ähnlich wie bei den Eiern: Stallhaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung und zusätzlich sowas wie "Bruderhahn-Aufzucht"
Finde ich eine gute Idee und Alternative. So kann der Käufer selbst entscheiden was er unterstützt. Dennoch sollte man vielleicht grundlegend was ändern, sodass alle Kühe ein gutes Leben haben.
An diese grundsätzliche Einteilung der Aufzuchtformen in z.B. "Mutterkuh mit Kalb", "Ammenkuh mit Kalb", "Kälber-Iglu", Kälbergruppe" habe ich auch schon gedacht. Das wäre schon eine gute Sache und auch wünschenswert, aber dann hätte der Bauer noch mehr Verwaltungsarbeit und Dokumentationspflicht, wenn er für ein solches Zertifikat nachweisen müsste, wie lange welches Kalb wie gehalten wurde. Diese Einteilung und die Einhaltung der Vorgaben müsste dann auch noch von einer zuständigen Stelle kontrolliert werden.
Nocheinmal, diese beiden Themen haben nichts miteinander zu tun.
Aus dem Verteidigungsetat wurden noch nie Landwirte subventioniert, auch dann nicht als es keinen Krieg gab.
Ich stimme Beester99 voll zu, diese Grundimmunisierung sollte auf jeden Fall ermöglicht werden. Und nicht nur indem die Milch dann mit einer Flasche (oder wie geschieht das?) dem Kalb gegeben wird sondern wirklich am Euter.
Grundsätzlich sollte aus meiner Sicht auch der Profit weniger im Vordergrund stehen.
Am Euter muss ja vielleicht gar nicht zwingend sein- weil das „abstillen“ sicher auch eine Problematik darstellt, aber Kalb bei Mutter mit Biestmilch aus einer ist doch schon mal eine Alternative zur kompletten Trennung und Fütterung mit angerührten Milchpulver….
Ich denke, es sollte das Wohl der Tiere stärker berücksichtigt werden und praktikable, tierschutzgerechte Alternativen einer solch frühen Trennung und Einzelhaltung gefunden werden. Zum bsp. eine Förderung von sozialen Interaktionen oder etwas spätere Trennung von der Kuh. Außerdem sollten die Haltungsbedingungen verbessert werden - mehr Platz, nicht so eingekerkert. Man sollte mehr den Fokus auf nachhaltige und tierfreundliche Praktiken legen.
Ein Fokus auf Tierwohl und eine besser Haltung für Kuh und Kalb wäre in der Menge die dafür notwendig ist finanziell sehr schwer bis unmöglich für die Betriebe zu stemmen. Dies wäre nur möglich wenn die Menschen bereit wären erheblich höhere Preise für alle Milchprodukte zu akzeptieren.
Dies in einem breiten Maße gesellschaftlich Akzeptabel zu machen, wäre in der aktuellen angespannten Lage sehr schwer.
Eine Alternative wäre hier als Möglichkeit das allgemein der gesamte Milch Verbrauch verringert wird durch Alternativen und daher auch viel weniger Kühe benötigt werden. Jedoch würde dies auch viele finanzielle Probleme für Betriebe verursachen und diese müssten auf alternative Einkommens Möglichkeiten umsteigen.
Um wieviel höher würden die Preise sein?
Das Kalb sollte nicht gleich von der Mutter getrennt werden. Es wird zwar davon gesprochen, dass die Prägephase zwei drei Tage dauert und es dann stressiger für Kuh und Kalb sein soll, aber eine Zeit sollte man dem Kalb schon mit der Mutter gönnen. Danach sollten die Kälber nicht einzeln sondern in Gruppen gehalten werden. Natürlich ist das zeitaufwendiger. Die Großbetriebe wollen sich sowas wahrscheinlich eher nicht leisten. Aber vom Tierwohl her gesehen, wäre das auf jeden Fall artgerechter.
Über Änderungen sollten die Halter selbst entscheiden - und der Markt, also die Konsumenten. Wenn die Haltungsbedingungen sich verbessern, würden die Kosten steigen, aber wenn der Konsument bereit ist, die Mehrkosten zu tragen...
Sehe ich auch so. Dann kann man für dich entscheiden, ob man mehr Geld für eine faire Haltung ausgeben will oder nicht
Die Bauernhöfe sollten die Ställe so umrüsten, dass die Kühe und Kälber gemeinsam sein können. Überhaupt sollten die Tiere frei in Natur und Stall sein können. Diese ganzen Massentierhaltungen sind wirklich grausam.
Die Mutterkuh sollte zumindest die Möglichkeit haben ihr Kalb ab und an zu sehen und zu säugen. Die Dauerhafte Trennung solle so spät wie es geht erfolgen.
Handlungsbedarf besteht meiner Meinung nach schon direkt am Anfang. Erst muss sich das Denken in den Betrieben ändern – sonst würden sie immer wieder versuchen das Tierwohl zu umgehen, nur des Profits wegen.
Vielleicht wäre es auch eine Option hier mit verschiedenen Kategorien zu arbeiten, die dann auch eine kleine Zusatzvergütung bringen. Ähnlich wie bei den Eiern: Stallhaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung und zusätzlich sowas wie "Bruderhahn-Aufzucht"
Finde ich eine gute Idee und Alternative. So kann der Käufer selbst entscheiden was er unterstützt. Dennoch sollte man vielleicht grundlegend was ändern, sodass alle Kühe ein gutes Leben haben.
An diese grundsätzliche Einteilung der Aufzuchtformen in z.B. "Mutterkuh mit Kalb", "Ammenkuh mit Kalb", "Kälber-Iglu", Kälbergruppe" habe ich auch schon gedacht. Das wäre schon eine gute Sache und auch wünschenswert, aber dann hätte der Bauer noch mehr Verwaltungsarbeit und Dokumentationspflicht, wenn er für ein solches Zertifikat nachweisen müsste, wie lange welches Kalb wie gehalten wurde. Diese Einteilung und die Einhaltung der Vorgaben müsste dann auch noch von einer zuständigen Stelle kontrolliert werden.
Stimmt weil auf die Regierung sollte man sich nicht verlassen
Unsere aktuelle Regierung steckt doch aktuell leider viel Geld in einen Krieg, anstatt dieses Geld lieber unseren Bauern zukommen zu lassen.
Nocheinmal, diese beiden Themen haben nichts miteinander zu tun.
Aus dem Verteidigungsetat wurden noch nie Landwirte subventioniert, auch dann nicht als es keinen Krieg gab.
Ich stimme Beester99 voll zu, diese Grundimmunisierung sollte auf jeden Fall ermöglicht werden. Und nicht nur indem die Milch dann mit einer Flasche (oder wie geschieht das?) dem Kalb gegeben wird sondern wirklich am Euter.
Grundsätzlich sollte aus meiner Sicht auch der Profit weniger im Vordergrund stehen.
Am Euter muss ja vielleicht gar nicht zwingend sein- weil das „abstillen“ sicher auch eine Problematik darstellt, aber Kalb bei Mutter mit Biestmilch aus einer ist doch schon mal eine Alternative zur kompletten Trennung und Fütterung mit angerührten Milchpulver….
Aus Eimer meinte ich
Das ist ein sehr guter Punkt sehe es auch so.
Ich denke, es sollte das Wohl der Tiere stärker berücksichtigt werden und praktikable, tierschutzgerechte Alternativen einer solch frühen Trennung und Einzelhaltung gefunden werden. Zum bsp. eine Förderung von sozialen Interaktionen oder etwas spätere Trennung von der Kuh. Außerdem sollten die Haltungsbedingungen verbessert werden - mehr Platz, nicht so eingekerkert. Man sollte mehr den Fokus auf nachhaltige und tierfreundliche Praktiken legen.