Fakultät für Agrarwissenschaften

InnoRind - Woche 1 - Bürgerrat zur Zukunft der Kälberhaltung

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In welchem Bereich des Themas der frühen Trennung von Kuh und Kalb und der anschließenden Einzelhaltung, finden Sie, besteht Handlungsbedarf bzw. muss sich etwas ändern?

Offene Antworten (154)

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  • Puschi

    Der Fokus muss auf den Kalb als Tür bzw Lebewesen an sich legen. Erst danach darf der Profit als Ziel kommen. Somit sollte erst an das Wohl des Kalbes gedacht werden. Wenn es also besser ist ein Kalb nicht zu trennen, obwohl es dann weniger Milch für den Verkauf gibt, so sollte dies so umgesetzt werden.

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  • ElStar

    Es gibt ja erstaunlich viele Gründe, die für eine frühe Trennung von Kuh und Kalb sprechen. Dazu zählen nicht nur die Abgabe von Milch, sondern auch gesundheitliche Gründe. Im Vergleich dazu hat mich weniger überzeugt, dass die von der Kuh getrennten Kälber dann allein gehalten werden müssen. Also warum diese dann auch von anderen Kälbern getrennt sein müssen. Insofern haben mich mögliche Kompromisslösungen interessiert. Dazu zählt beispielsweise die Haltung von verschiedenen Kälbern gemeinsam mit einer Amme. Denn das erscheint mir natürlicher und angenehmer für die Kälber zu sein. Aus Gründen des Tierwohls, das nie vernachlässigt werden sollte, würde ich also gerade bei diesen dann auch einen möglichen Handlungsbedarf sehen.

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    • annanas

      Stimme dir zu, die Begründung der Einzelhaltung der Kälber ist mir nicht wirklich klar.

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      • ElStar

        Mir scheint das weit angenehmer, die Kälber von Beginn an gemeinsam zu halten. Das lässt sich vermutlich auch wissenschaftlich durch geeignete Studien untersuchen, ob das für die Kälber besser ist - z.B. für deren Entwicklung förderlich oder Gesundheit zuträglich, wenn sie gemeinsam mit anderen Kälbern oder aber alleine leben.

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        • Instanz

          Einzelhaltung deswegen, weil Kälber krankheitsanfällig sind und sich somit gegenseitig anstecken können. Daher wird auf eine gemeinsame Haltung abgesehen.

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          • KG

            Bleibt der Aspekt, dass Kühe sehr soziale Tiere sind. Hier ist der Landwirt stark gefordert.

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            • ElStar

              Insbesondere nachdem ich die Videos der zweiten Woche gesehen habe, denke auch ich, dass das der wesentliche Punkt ist. Das Kalb erfährt durch die frühe Trennung eine hohe Stressbelastung. Da wäre der Landwirt dann meiner Ansicht nach schon gefordert zumindest Kompromisslösungen in Betracht zu ziehen wie die gemeinsame Haltung von Kälbern mit einer Amme oder die Teilzeithaltung.

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      • Sofa04

        Hast du dir die Videos alle angeschaut? Es geht primär darum, dass die Bauern weniger Milch verkaufen können, wenn das Kalb bei der Mutter ist. Es geht ihnen also nur um den Profit und das können wir ihnen wahrscheinlich auch nicht übel nehmen

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        • ElStar

          Hast du die weiterführenden Informationen gelesen? Das ist optional gewesen, ich weiß. Aber darauf beziehe ich mich in meinem Beitrag (u.a. gemeinsame Haltung von Kälbern mit einer Amme).

          Ich stimme dir zu, dass es den Bauern vermutlich nur um den Profit geht. Gründe werden neben dem Profit aber auch diverse andere angeführt, die für eine frühe Trennung von Kuh und Kalb sprechen sollen (z.B. gesundheitliche Aspekte, Versorgung des Kalbs, etc.). Was den Profit angeht, scheint es derzeit auf dem Markt ja zweierlei Produkte zu geben. Zum einen das günstige Produkt, wenn Kuh und Kalb sofort getrennt werden, und das teurere Produkt für einen kleineren Premium-Markt, wenn die Trennung von Kuh und Kalb später (nach ca. 3 Monaten erfolgt). Mich würde ja die Kosten interessieren, aus denen sich der Preis für das endgültige Produkt ergibt, die Kompromisslösungen betreffen. Also die gemeinsame Haltung von Kälbern mit einer Amme oder die Teilzeithaltung, wenn das Kalb stundenweise zur Kuh darf.

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          • Sofa04

            Ich habe mir die optionalen Beiträge erst etwas später durchgelesen
            Ich fände es auch besser, wenn man den Käufer entscheiden lässt. Daran würde man wahrscheinlich sehen, wie viele Menschen bereit sind mehr Geld für eine faire Haltung auszugeben.

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        • Dina10

          Das Kalb muss als Lebewesen betrachtet werden und dieser Sachverhalt muss berücksichtigt werden
          Und betrachten Sie es transparent und nicht nur aus einer materiellen Perspektive

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          • Beester99

            Handlungsbedarf besteht dann, wenn die Kälber zu früh von dem Muttertier getrennt wird. Es sollte mindestens durch die Muttermilch eine Grundimmunisierung des Kalbes ermöglicht werden. Erst dann kann eine Trennung vom Muttertier erfolgen.

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            • Benutzer gelöscht  •  2024-11-03 12:28:26

              Die Grundimmunisierung praktizieren einige Betriebe auch bei Trennung, indem die Kälber mit der Biestmilch versorgt werden. Der Nachteil der späteren Trennung vom Muttertier ist viel schlimmer, weil das Muttertier dann eine Bindung zum Kalb aufgebaut hat. Dein Vorschlag, dass das Kalb also erst später von der Kuh getrennt werden soll, macht das Ganze in dem Sinne noch viel schlimmer.

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              • Moggele

                Wie du richtig schreibst, einige Betriebe, aber die Mehrheit der Betriebe nicht und die Kälber bekommen Milch aus Milchpulver.

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            • Mira72

              Der Staat hat für vieles Geld, warum auch nicht dafür zu sorgen das Kalb und Mutter nicht sofort getrennt werden. Der Bauer, der das praktiziert sollte reichlich finanziell unterstützt werden und nicht der Einzelhandel

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              • Silkey

                Der Agrardiesel wurde doch auch abgeschafft- da sieht man mal was die Bauern die für uns Lebensmittel herstellen für die Regierung darstellen….keine Wertschätzung und an ihnen und letztendlich am Tier wird eingespart

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                • Online-Meisterchen

                  Nur dass der Agrardiesel weder für mehr Tierwohl noch Pflanzenschutz noch sonst was gut war...
                  Wenn die Landwirte schon Subventionen erhalten, sollten die auch an klare Bedingungen geknüpft sein - z.B. eben an nachweislich erbrachte Maßnahmen für das Tierwohl.

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                  • Benutzer gelöscht  •  2024-11-03 19:52:06

                    Die Vergünstigung für Agrardiesel wurde zu Recht abgeschafft und hat auch nix mit dem Thema Kälberhaltung hier zu tun. Deine Aussage klingt nur nach Unzufriedenheit mit der Regierung und das bringt doch hier nichts. Das Thema Subventionen ist nun mal leider nicht so einfach, gerade was den Agrarbereich angeht, weil da auch Agrargrosskonzerne mitspielen bzw. diese Subventionen missbrauchen. Wie gesagt, ein komplexes Thema, wo es nichts bringt, einfach nur auf die Regierung zu schimpfen.

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                  • Lar.hg.sa

                    Sehe ich auch so. Für die Bauern ist es schwer so eine Veränderung zu finanzieren. Sie brauchen Überstützung vom Staat.

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                    • Mirko702

                      Die Regierung sollte lieber unsere Bauern mit Geldern finanzieren, anstatt das Geld für Feuerwerk in der Ukraine zu verschleudern.

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                      • Moggele

                        Diese beiden Themen stehen in keinerlei Zusammenhang und sind völlig unabhängig voneinander.
                        Außerdem bekommen die Bauern durchaus Subventionen.

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                        • ElStar

                          Dem kann ich mich nur anschließen.

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                            Die Subventionen kann man sich leider auch sparen… Ist aber so wie bei den meisten politischen Themen… Deutschland spart an stellen, and denen man nicht sparen sollte und gleichzeitig werfen die Politiker das geld aus dem Fenster

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                        • radi

                          Aus meiner Sicht sollten alle Subventionen gestrichen werden - dies macht doch keinen Sinn

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                        • Silkey

                          Ganz klar besteht Hanflungsbedarf in der Wirtschaftlichkeit für den Bauern! Wenn er in einer besseren Haltung und längeren Verbleib vom Kalb beim Muttertier unterstützt wird (staatliche Subventionen? Oder höherer Milchpreis- aber FÜR den Bauern und nicht nur für den Einzelhandel), wird sich etwas ändern.

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                          • Benutzer gelöscht  •  2024-11-04 08:02:28

                            Es müssten weitergehende Vorschriften erlassen werden, wie lange ein Kalb bei seiner Mutter zu verbleiben hat. Grundlager hierzu müssten allerdings veterinärmedizinische Informationen/Gutachten sein auf deren Erkenntnisse eine "Mindesstverbleibdauer" geregelt wird. Gleichzeitig müssen genaue Regelungen getroffen werden in den bestimmt wird wieviele QM z.B. pro Kalb zugestanden werden müssen (optimale Tierhaltung) und wie diese Einzel- bzw. Gruppengehege zugestalten sind. Und in meinen Augen müssten letztlich bestimmt werden, wie ggf. Bauern für den etwaigen Ertragsverlust während der gemeinsamen Haltung von Kuh und Kalb zu entlasten wären (Pro Kalb x Euro als Ausgleich).

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                            • Jürgen

                              So wie die Voraussetzungen bei der Massentierhaltung sind ist das wahrscheinlich die günstigste Methode. Und das wieder zu ändern kostet mit Sicherheit viel Geld und die Politik müsste da was machen. Dann aber geht die Mehrheit der Landwirte wieder auf die Barrikaden. Es geht bestimmt auch anders, siehe ökologische Landwirtschaft

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                              • Charly

                                Eine Trennung nach 8 Monaten ist möglich und gibt es bei der Mutterkuhhaltung, es ist also möglich, daß Kuh und Kalb zusammenbleiben könnten. Das ist viel artgerechter, allerdings geht dann ein Teil der Milch direkt in das Kalb und ist für uns nicht nutzbar, der Rest schon. Ich weiß nicht ob bei unserem Milchkonsum das möglich ist, wenn man mal überlegt, was alles aus Milch gemacht wird.

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                                • Lilli65

                                  Das Tierwohl sollte im Fokus stehen und dazu bedarf es meiner Meinung nach zunächst wissenschaftlicher Studien, die klar darlegen, was das Beste für Kuh und Kalb ist: Darauf basierend sollten die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigt werden, was vermutlich auf eine Verpflichtung zur Gruppenhaltung hinausläuft. Darüber hinaus müssten die Verbraucher für dieses Thema sensibilisiert werden, denn durch Tierwohlunterstützung entstehen den Landworten höhere Kosten, die dann die Konsumenten tragen müssen .

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