Antrags-Code: CONSUL-2024-11-7
Der Molchkonsum muss umgedacht werden.
Mittlerweile sind Subventionen und erhöhte Milchpreise nicht mehr ausreichend, um die Missstände in der Milchindustrie zu lösen. Natürlich helfen diese, aber es braucht einen Wandel des Grundverständnisses vom Konsum der Milch. Milch sollte nicht länger als eine billige Erfrischung angesehen werden, sondern als ein Genussmittel. Nur wenn wir Milch bewusster konsumieren, kann sich die Milchindustrie zum Besseren wenden. Wenn die Nachfrage weiterhin so hoch bleibt, können die Bauern nicht handeln. Wo soll die Milch solange herkommen?
Welche weiteren (landwirtschaftlichen) Lebensmittel würdest du auch als Genussmittel ansehen? Hier geht es in erster Linie um Milch, klar. Aber was ist mit Getreide, Gemüse, Fleisch? Müsste man das nicht darauf dann genauso anwenden? Und was soll dann noch gegessen werden, damit der Mensch sich "gesund" ernährt? Ich würde wirklich gerne verstehen, was du als Alternativen dazu siehst.
Als landwirtschaftliche "Genussmittel" würde ich vor allem - wie schon erwähnt - Milch(-produkte), aber auch Fleisch ansehen. Hier steht für mich das Tierwohl und die Umwelt im Vordergrund. Ich finde dies sollte bewusster konsumiert werden. Gemüse, Getreide etc. sind meiner Meinung nach Grundnahrungsmittel und benötigen keinen besonderes Konsumverhalten (abgesehen natürlich von der allgemeinen Rücksichtnahme auf Lebensmittelverschwendung). Würdest du mir zustimmen?
Alternativen zu Milch und Fleisch sind ja bereits sehr gängig. Hafermilch, oder Fleisch auf Basis von Weizen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, werden erschwinglicher und immer weniger "künstlich." Natürlich ist die ganze Alternativenbranche noch lange nicht am Ziel angekommen, aber man kann durchaus davon konsumieren, muss man aber nicht. Vor allem Hülsenfrüchten bieten bspw. viele Nährstoffe.
Okay, Tiere müssen geschützt werden. Aber bei Pflanzen ist das unwichtig, d.h. die bewusst kleingezüchteten Apfelbäume sind vollkommen okay. Ich provoziere bewusst. Menschen tendieren schnell dazu, einige wenige Aspekte zu betonen und andere unter den Tisch fallen zu lassen.
Ich verstehe deinen Standpunkt, stimme dir aber nicht zu. Ich, bin z.B. massiv auf tierische Produkte angewiesen, da ich die pflanzlichen Alternativen (alles mit Stärke) nicht gut vertrage. Also auch Linsen etc. Tierische Proteine sind auch für den Körper deutlich besser verarbeitbar und unser System ist nicht für eine rein pflanzliche, sondern für eine omnivore Ernährung geschaffen. Ich bin vollkommen dafür, respektvoll mit Tieren umzugehen (sehr offener Begriff). Aber ich bin dagegen mir von anderen vorschreiben (empfehlen) zu lassen, welche Ernährungsform ich nutzen soll. Und die Produkte für die ich mich entscheide als Luxusprodukte (Genussmittel) zu deklarieren. (1)
Teil 2: Genuss- und damit Luxusmittel sollten die Produkte sein, die eine weite Anreise haben und nicht heimisch angebaut werden. Bananen zum Beispiel. Die sind für die Umwelt viel problematischer. Wir sollten besonders die heimische Landwirtschaft (sowohl Viel als auch Pflanzen) unterstützen. Dann würden sich auch die Umweltprobleme verringern.
Und nur um Missverständnisse zu vermeiden. 1) Viehwirte sollten faire Preise ür ihre Produkte bekommen. 2) Ich unterstelle dir nicht, dass du mir vorschreibst, was ich essen soll oder mich irgendwie angreifst. Ich stelle nur vermehrt fest, dass ein gern genutztes Mittel der Manipulation die emotionale Erpressung bzw. das Verteufeln ist (man ist rassistisch, diskriminierend wenn man nicht...). Darauf reagiere ich sehr empfindlich.